Die lustige Witwe
Einziger Nachteil: Keiner der Anwärter scheint ein echtes Interesse an ihrer Person zu haben. Auch Zeta, pontevedrinischer Gesandter in Paris, stellt hier keine Ausnahme dar. Auf seinen Schultern ruht die Verantwortung, die Millionen der Glawari dem bankrotten Vaterland zu sichern. Zu dumm nur, dass er ausgerechnet Danilo, einen ewig trunkenen Lebemann ohne jegliche vaterländische Ambition, damit beauftragt, die Witwe zu ehelichen. Und wie ungünstig, dass Danilo gleich zu Beginn Hanna geschworen hat, ihr niemals seine Liebe zu gestehen …
Als Franz Lehár 1905 am Theater an der Wien seine Lustige Witwe vorlegte, kam dies einem Revolutionsschlag gleich. Vergessen waren alle Stereotypen der bisherigen „goldenen“ Operettenzeit. Hier endlich standen moderne, emanzipierte Figuren auf der Bühne! Sei es die finanziell unabhängige Frau oder der nervös-stolze Mann, unsicher im Umgang mit der weiblichen Selbständigkeit – gerade in Hanna und Danilo konnte sich die Gesellschaft des beginnenden 20. Jahrhunderts wiederfinden. In der Regie von Katja Wolff und zu den berühmten Walzer- und Mazurka-Klängen Franz Lehárs treffen die Protagonist*innen nun in einer neuen Inszenierung an der Staatsoperette aufeinander und stellen unter Beweis, dass sie bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben.
Staatsoperette Dresden, Kraftwerk Mitte 1, Tel. 0351 32042 222
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04.10.2026: 15.00 bis 17.00 Uhr
23.10.2026: 19.30 bis 22.30 Uhr
14.11.2026: 19.30 bis 22.30 Uhr
15.11.2026: 15.00 bis 17.00 Uhr
30.12.2026: 19.30 bis 22.30 Uhr
31.12.2026: 14.00 bis 16.00 Uhr
31.12.2026: 19.30 bis 20.00 Uhr
30.01.2027: 19.30 bis 21.30 Uhr
31.01.2027: 15.00 bis 17.00 Uhr
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