BMW Photo Award Leipzig, (Foto: © Harald Kirschner)

BMW Photo Award Leipzig

Der BMW Photo Award Leipzig wird seit 2024 alle zwei Jahre an Künstler*innen vergeben, die entweder einen biografischen Bezug zu Leipzig und der Region haben oder sich in ihrem Werk mit der Stadt und ihrer Umgebung auseinandersetzen. Mit Viktoria Binschtok, Harald Kirschner und Jay Ritchie erhalten 2026 drei ganz unterschiedliche Persönlichkeiten den Preis. Sie gehören nicht nur verschiedenen Generationen an, sondern bedienen sich auch grundverschiedener fotografischer Arbeitsweisen, wobei jeder ihrer Ansätze eine wichtige Tradition der jüngeren Leipziger Fotogeschichte repräsentiert.

VIKTORIA BINSCHTOK Viktoria Binschtok (*1972 Moskau/Russland) pflegt eine Art Meta-Fotografie, indem sie mittels fotografischer Bilder über das Wesen des Mediums und dessen Gebrauch in der digitalen Welt reflektiert. Ihren Ursprung hat diese Arbeitsweise in der Tradition der sogenannten Pictures Generation der 1960er und 70er Jahre in den USA, die sich seinerzeit selbstverständlich noch mit der analogen – gleichwohl ebenfalls massenmedial verfassten – Bildkultur auseinandergesetzt hat. In Leipzig wurde dieser Ansatz durch Binschtoks Lehrer Timm Rautert in den 1990er und 2000er Jahren an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) eingeführt.

HARALD KIRSCHNER Harald Kirschner (*1944 Reichenberg (Liberec/Tschechische Republik)) arbeitet in der Tradition der sozialdokumentarischen Fotografie, welche die Leipziger Fotogeschichte vor allem in den ausgehenden 1970er und 80er Jahren entscheidend geprägt hat. Charakteristisch für sein Werk sind schwarzweiße Kleinbildaufnahmen im Stil der street photography. In der Ausstellung sind allerdings auch andere Facetten seines Werks zu entdecken.

JAY RITCHIE Jay Ritchie (*1992 Hannover) etzt sich in analog fotografierten, klassisch komponierten Porträtfotografien mit Fragen von queerer Identität, Sichtbarkeit und Zugehörigkeit auseinander. Sein Schaffen ist eng mit der Klasse von Tina Bara an der HGB verknüpft, deren Werk ebenso wie das vieler ihrer Schüler*innen von der intensiven und oft schmerzhaften autobiografischen Auseinandersetzung mit dem Verhältnis zwischen Körper und Identität handelt.

In der Ausstellung werden von allen drei Preisträger*innen Arbeiten aus unterschiedlichen Werkgruppen präsentiert, um einen möglichst breiten Überblick über ihr Schaffen zu vermitteln. Jede Position erhält einen eigenen Raum, um sie in ihrer Eigenständigkeit zu vermitteln. Durch die Struktur der Ausstellungsräume ergeben sich zugleich interessante Begegnungen zwischen den drei Werken.

Gefördert von der BMW Group.

VERMITTLUNG Die Kunstvermittlung bezieht die Ausstellung in ihren verschiedenen Formaten für Bildungseinrichtungen und private Gruppen mit ein und bietet speziell das Format FOTOGRAFIE IM FOKUS an – ein zweistündiger Rundgang durch die Ausstellung inklusive künstlerischer Praxis im Atelier– an. Das Bildungsprogramm finden Sie hier.

KATALOG Der zweisprachige Katalog (dt./engl.) zur Ausstellung ist im Sandstein Kultur Verlag erschienen und für 25 € im MdbK und 28 € im Buchhandel erhältlich.

https://mdbk.de



Museum der bildenden Künste Leipzig, Katharinenstraße 10, Tel. (0341) 216 99 0 www.mdbk.de

14.08.2026 bis 13.09.2026

jeweils
Fr. : 10.00 bis 18.00 Uhr
Sa. : 10.00 bis 18.00 Uhr
So. : 10.00 bis 18.00 Uhr

Di. : 10.00 bis 18.00 Uhr
Mi. : 12.00 bis 20.00 Uhr
Do. : 10.00 bis 18.00 Uhr

Event gemeldet über Eingabeformular

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Anfahrt:

Katharinenstraße 10
04109 Leipzig


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