Bühnenvorhang im Theater, (Foto: © Mermyhh, Pixabay)

Monster wie wir

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Ein Trauma verschwindet nicht, viele begleitet es bis ins Grab. Meistens kehrt das Trauma wieder, wenn man allein ist. Es saugt einen dann aus wie ein Vampir und hinterher … glaubt es einem niemand. Ruth und Viktor hingegen wissen schon immer, dass es Vampire gibt. Um nicht ständig an sie zu denken, flüchtet sie sich ins Klavierspiel und er zu den Jungs in der Raucherecke. Dass die alle Baseballschläger, Springerstiefel und Glatze tragen, ist Viktor erstmal egal. Er hat schon Schlimmeres erlebt. Statt der Vampire verschwinden dann die Mauer, der Sozialismus, das Ostfernsehen. Und mit ihnen jede Perspektive. Die Leerstellen füllt Viktor mit Gewalt, so hat er es gelernt. Die Leipziger Lyrikerin Ulrike Almut Sandig erzählt in ihrem Romandebüt mit brutaler poetischer Zartheit, wie Opfer zu Tätern werden. Ein Fundament dieser Inszenierung ist, sichtbar zu machen, wie schwierig und vielfältig der Umgang mit sexueller und körperlicher Gewalt sein kann. Zum Glück wissen Ruth und Viktor das Erlebte in ihre jeweils eigene Form von Widerstand umzumünzen. Und dieser Widerstand hat Kraft! Katrin Plötner, geboren 1985 in Ostberlin, hat die Folgen des Beitritts der DDR zur Bundesrepublik als Kind und Jugendliche selbst miterlebt. Sie inszeniert unter anderem am Residenztheater München, am Schauspiel Frankfurt und am Schauspiel Leipzig. 2020 wurde sie eingeladen zum Heidelberger Stückemarkt und den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin.

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