Heinrich Schütz außer Haus I: Weißenfelser Schütz-Quellen
Eröffnung der ersten Kabinettausstellung des Heinrich-Schütz-Hauses Weißenfels im Rathaus. Der Weißenfelser Musikverein „Heinrich Schütz“ e.V. bietet Erfrischungsgetränke an. Die erste Ausstellung des Heinrich-Schütz-Hauses Weißenfels nach seiner baubedingten Schließung im April 2026 zeigt wichtige Quellen zur Familie von Heinrich Schütz, die in Weißenfelser Museums- und Archivbeständen schlummern, darunter den Kaufvertrag für das Heinrich-Schütz-Haus von 1651, ausgewählte Stadtrechnungen und Kirchenbücher mit Taufeinträgen sowie den einen oder anderen Schütz-Druck des 17. Jahrhunderts. Das Foyer des Rathauses als Ausstellungsort passt dabei sogar sehr gut, denn im 1663 abgebrannten Vorgängerbau des heutigen barocken Rathauses wirkte Heinrichs Großvater Albrecht als Ratsherr (1575, 1578 und 1582) und Kämmerer (1585 und 1588). Heinrichs Vater Christoph bekleidete hier je dreimal als Ratsherr (1591, 1594, 1597), Kämmerer (1600, 1602, 1607) und Stadtrichter (1609, 1612 und 1616) wichtige gesellschaftliche Ämter in der Stadt und war sogar zweimal selbst Bürgermeister von Weißenfels (1619 und 1622), als sein Sohn bereits zum Hofkapellmeister des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen aufgestiegen war – das höchste musikalische Amt, das ein Lutheraner im deutschsprachigen Raum seinerzeit erlangen konnte. Die Schütz-Familie und auch Heinrich Schütz selbst haben hier in Weißenfels zwischen 1570 und 1672 viele Spuren hinterlassen. Diesen spürt die Kabinettausstellung nach.
Heinrich-Schütz-Haus Weißenfels, Nikolaistr. 13, Tel. 03443-302835
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