16. Wittenberger Renaissance Musikfestival

Das Wittenberger Renaissance Musikfestival steht in diesem Jahr unter dem Festivalmotto „… und sing und spring ohn alles Leid“. Es rückt damit Michael Praetorius und die Musik seiner Zeit in den Mittelpunkt. Praetorius gilt als einer der wichtigsten Komponisten des Frühbarock und hat die Musik Mitteldeutschlands maßgeblich mitgeprägt. Eröffnen wird das Festival die „Lautten Compagney Berlin“ am 22. Oktober in der Schlosskirche. Für das Programm „Komm, heiliger Geist“ hat das Ensemble als Experte lebendiger historischer Aufführungspraxis geistliche Vokalmusik aus den wichtigsten Werksammlungen von Praetorius, zusammengestellt. Ebenfalls für das Abschlusskonzert am 31. Oktober in der Schlosskirche heißt es, schnell Karten sichern, denn die „Capella de la Torre“ gehört zu den wichtigsten Praetorius-Interpreten, die zum 400. Todesjahr des Komponisten und Musiktheoretikers deutschlandweit gefragt sind. Neben geistlichen Werken zeichnet „Praetorius pur“ mit fröhlichen Tänzen und weltlicher Unterhaltungsmusik ein Bild der musikalischen Vielfalt im frühen 17. Jahrhundert. Bekannt ist das Ensemble für seine reiche Palette instrumentaler Klangfarben an historischen Blasinstrumenten wie Schalmei, Pommer, Dulzian und Cornetti. Auch in den kleineren Kammermusikformaten wartet das 16. Wittenberger Renaissance Musikfestival mit vielen bekannten Namen auf.



So wird Emma Kirkby, die von der Queen für ihre Verdienste um die Musik in den Ritterstand erhoben wurde, am 24. Oktober gemeinsam mit dem Lautenisten Jakob Lindberg mit ihrem Konzert „Solange ich lebe“ auftreten. Der Gambist Paolo Pandolfo ist am 25. Oktober gemeinsam mit Thomas C. Boysen im Lutherhaus mit „Süße Wiederkehr“, Musik der italienischen Spätrenaissance, zu Gast.

Und dem Auftritt von Ensemble 33zwo mit Johanna und Elisabeth Seitz steht in diesem Jahr am 29. Oktober unter dem Titel „Auf der süßen Harfe“ sicher nichts entgegen. All diese Kammermusiksolisten werden mit vielen weiteren Alte-Musik-Spezialisten Workshops anbieten, für die man sich über die Website anmelden kann. Ebenfalls werden Tanz-Workshops angeboten um beim beliebten Historischen Tanzball am Abend des 23. Oktober zur Musik von The Playfords mit „Allerley Frantzösische Däntzen und Liedern“ noch vergnüglicher das Tanzbein zu schwingen.



Wer in Wittenbergs Geschichte der Reformation eintauchen möchte, dem sei der musikalische Stadtspaziergang mit dem Praetorius Consort Wittenberg und seinen Gästen am 23. Oktober empfohlen. Am 26. Oktober gibt Thomas Herzer ein Orgelkonzert „Praetorius und Luther“ in der Schlosskirche, am 27. Oktober begibt sich Thomas Höhne auf Lauten und Gitarren mit seinem Programm „Saitenzauber“ auf eine musikalische Zeitreise und am 28. Oktober wird sich Stefan Rhein innerhalb einer musikalischen Lesung „Melanchthon und der Pest“ widmen. Die Gast gebende Wittenberger Hofkapelle wird am 30. Oktober gleich zwei Mal zu erleben sein, einmal um 15 Uhr in der Schlosskirche mit Michael Praetorius´ vergessener Sammlung „Terpsichore: Muse des Tanzes“ und um 20 Uhr mit dem „Ballgeflüster mit Barbara Cranach und Katharina von Bora“ im Lutherhaus.

 www.wittenberger-renaissancemusik.de